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Berliner Evaluation und Technikfolgenabschätzung der Einführung von eJustice (des elektronischen Rechtsverkehrs und der E-Akte)

Der demographische Wandel, zunehmend flexible Formen der Arbeit und die Digitalisierung in  Organisationen – das sind nur einige Aspekte des weitreichenden Wandels der Arbeitswelt. Auch das Verwaltungswesen inklusive der Gerichte in Deutschland befinden sich in einem umfassenden Transformationsprozess. Mit der Einführung der E-Akte verändert sich der Arbeitsalltag verschiedener Berufsgruppen auf bisher unbekannte Weise und mit unsicheren Auswirkungen. Anhand konkreter Beispiele von Betroffenen soll untersucht werden, wie sich verschiedene Digitalisierungsphasen bei der Einführung der E-Akte auf die Bedürfnisse von Nutzer*innen und organisationale Handlungsbedarfe in den Gerichten auswirken. Im Fokus stehen dabei gesundheitliche Auswirkungen und die Erfassung von psychischen Belastungen im Kontext der Digitalisierung.

Das Projekt B.eJustice bietet durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Berliner Kammergericht die einmalige Möglichkeit, den Transformationsprozess der Gerichte und des Verwaltungswesens wissenschaftlich evidenzbasiert zu begleiten und zu untersuchen. Mithilfe partizipativer Methoden werden die betroffenen Beschäftigten, Arbeitgebenden und Entscheidungstragenden in verschiedenen Phasen der Digitalisierung in den Forschungsprozess eingebunden. Was fördert positive Effekte der Digitalisierung? Wie können Beschäftigte unterstützt und geschützt werden? Welche Rolle übernehmen Arbeitgebende? Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Handlungsempfehlungen für Gerichte und Verwaltungen/öffentliche Organisationen in Deutschland abgeleitet. Das Projekt B.eJustice untersucht sektoren- und branchenübergreifend, wie kontextsensible Maßnahmen, v. a. mit Blick auf die gesundheitlichen, sozialen und technischen Auswirkungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt, gestaltet werden können.

Demographic change, increasingly flexible forms of work and digitalisation in organisations - these are just some aspects of the extensive changes in the world of work. The administrative system, including the courts, is also undergoing a comprehensive transformation process in Germany. With the introduction of the E-Akte, the everyday working life of various occupational groups is changing in a yet unknown way and with uncertain consequences. Based on concrete examples from those affected, the project will investigate how different phases of digitisation during the introduction of the E-Akte will affect the needs of users and the need for organisational action in the courts. The focus will be on health effects and measuring psychological stress in the context of digitisation.

The project B.e-justice offers the unique opportunity to accompany and examine the transformation process of the courts and the administrative system based on scientific evidence. With the help of participatory methods, the affected employees, employers and decision-makers will be involved in the research process at various stages of digitisation. What promotes positive effects of digitisation? How can employees be supported and protected? What role do employers play? Based on the findings, recommendations for action for courts and administrations/public organisations in Germany will be derived. The B.e-Justice project investigates across sectors and industries how context-sensitive measures can be designed, especially regarding health, social and technical effects of digitisation in the world of work.